Ökologische und konventionelle
Landwirtschaft im Vergleich

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Ist ökologische Produktion wirklich besser als konventionelle?

In der Wirtschaft liegt eine umstrittene Frage vor, nämlich ob ökologische Landwirtschaft wirklich besser ist als die konventionelle. Diese ist schwierig zu beantworten, da die beiden Arten der Landwirtschaft auf unterschiedlichen Faktoren. Das bedeutet, dass die konventionelle Landwirtschaft die Bevölkerung wegen der hohen Erträge leichter versorgen kann. Zudem ist sie für Landwirte und Landwirtinnen profitabel. Allerdings ist diese Art der Wirtschaft umweltschädlich, weil man sich dort mehr auf Monokulturen und Massentierhaltung konzentriert, um hohe Erträge zu erreichen. Dazu werden dort häufig Pestizide und Düngemittel eingesetzt für die effiziente Produktion. Die ökologische Landwirtschaft hingegen, konzentriert sich auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dort verzichten sie auf Pestizide und synthetische Düngemittel und es werden Mischkulturen angebaut. Dadurch wird das Grundwasser nicht chemisch belastet und die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere bleibt erhalten. Doch wenn man anfängt, die Menschen mehr mit Bioprodukten zu versorgen, dann muss man die Anbaufläche um ein Vielfaches erweitern. Zudem sind diese Produkte aus der ökologischen Landwirtschaft viel teurer im Gegensatz zu den konventionellen, wegen der aufwändigen Herstellungsproduktion. Letztendlich kann man sagen, dass eine konventionelle landwirtschaftliche Betreibung nicht automatisch schlecht ist und dass Bio nicht automatisch gut ist.

Konventionelle vs. ökologische Landwirtschaft in Sachsen

Konventionell Ökologisch
  • Dominiert weiterhin (mit ca. 90%) nimmt aber langsam ab
  • Langsamer Wechsel vom konventionellen auf ökologischen Landbau
  • Bauern setzen zunehmend auf Ökolandbau bzw. ökologische Tierhaltung
  • Im Jahr 2023 12% mehr Bio-Betriebe als im Jahr 2020 (laut der Statistische Landesamt der Deutschen-Presseagentur)

Seit wann gibt es eine gemeinsame EU-Agrarpolitik und was soll diese bewirken?

GAP - oder auch Gemeinsame Agrarpolitik - ist eine Partnerschaft zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft, also zwischen Europa und die Landwirten. Diese gibt es seit 1963 und wird aus den Mitteln des EU-Haushalts auf europäischer Ebene finanziert und verwaltet.

Die 10 Hauptziele der GAP

Wie ist die GAP aufgebaut?

Die GAP ist zweisäulig aufgebaut. Ihr im Zeitraum von 2023 bis 2027 jährlich rund 6.2 Milliarden Euro an EU-Mitteln für die Agrarförderung in Deutschland zur Verfügung.

Die erste Säule

Die erste Säule bezieht sich einmal auf die Flächenprämie und Direktzahlungen. Das heißt, dass Landwirte und Landwirtinnen pro Hektar eine Prämie erhalten und eine hohe Verantwortung auf ihren Feldern haben. Diese Säule soll auch den Erhalt der Kulturlandschaften, und die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln in ausreichender Menge versichern. Zudem prägt sie das soziale Gefüge in Dörfern und schafft die Einkommenssicherheit. Gleichzeitig dient die erste Säule noch als Ausgleich für die Verteuerung der Produktion und den Wettbewerbsnachteil im globalen Markt.Außerdem können die Direktzahlungen für die Landwirte und Landwirtinnen erhöht werden, wenn sie freiwillig für die Umwelt beitragen. Zur Umweltleistung gehören die Stilllegung von Ackerland, die Extensivierung von Dauergrünland und die Bewirtschaftung von Agroforstsystemen.Allerdings wird diese Säule von Einigen kritisiert, da Großunternehmen davon profitieren. Das bedeutet, dass 80% der Flächenprämie EU-weit während der andere Anteil (20%) an die Großbetriebe gelangen.

Die zweite Säule

Die zweite Säule fordert die ländliche Entwicklung und die stärkere Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, die nachhaltig und umweltfreundlich bewirtschaftet wird. Zudem beruht sie auf bestimmten Programmen wie dem Ökolandbau, Agrar-Umweltprogrammen (Agrarraumumwelt und Klimamaßnahmen (AKUKM)) oder dem Management der Natura. Allerdings wird diese nur wenig von GAP investiert, mit 20% Budgets.